WAS BISHER GESCHAH! VERGANGENE VERANSTALTUNGEN von QUEER! WIR HIER.

30. 09. 2020 um 19h wurde der Dokumentarfilm „Uferfrauen- lesbisches L(i)eben in der DDR“, 2019 von Barbara Wallbraun gezeigt.

Mit Unterstützung der Heinrich-Böll-Stiftung MV wurde der Film im Rahmen einer Filmtour durch Mecklenburg-Vorpommern in Stralsund in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Stralsund, die uns einen Raum zur Ausstrahlung des Films zur Verfügung gestellt haben, gezeigt. Im Anschluss an den Film gab es ein interessantes Gespräch mit der Regisseurin Barbara Wallbraun und zwei Protagonist*innen aus dem Film. Moderiert wurde die Runde von Kay Wellner.

“ 30.09.2020 um 19:00 Uhr in der Kreisvolkshochschule Stralsund.
UFERFRAUEN – ein Dokumentarfilm über lesbisches L(i)eben in der DDR
Ein empfehlenswerter Film, der aufwühlt, unter die Haut geht, der Schicksale aufzeigt, die Betrachter*in mitnimmt, der anklagt ohne zu verurteilen.
Eine sehr gut recherchierte Arbeit.
Danke – für das Bewahren Eurer Geschichten
Danke – für die Liebe
Danke – für Euer Engagement gegen das Vergessen
Danke – für die Sichtbarkeit
Danke – für Euren Mut „
/ Kommentar einer Zuschauer*in

UFERFRAUEN

ein Dokumentarfilm über lesbisches L(i)eben in der DDR von Barbara Wallbraun

Die DDR, ein Land das vor 30 Jahren verschwand. Ein Land, von dem man sagt, es wäre in seinen sozialen Strukturen und Frauenrechten weitaus fortschrittlicher gewesen als manch kapitalistisches Land. Ein Land, wo Frauen gleichberechtigt arbeiten und leben konnten, die Pille erlaubt war und der Paragraph § 175 erstmals 1969 verändert und 1989 ganz abgeschafft wurde. Doch wie lebten und erlebten die Homosexuellen der DDR die Liebe und das Leben unter der „Regenbogenfahne“? Wie sichtbar war deren homosexuelle Identität, Lebensweise und Geschlechtlichkeit wirklich?

„Uferfrauen rückt die Homosexualität unter Frauen in der DDR in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit und lässt ein Stück unerzählter (ost)deutscher Geschichte lebendig werden.“ (www.uferfrauen.de)

Uferfrauen begleitet sechs Protagonist*innen, die in Groß- und Kleinstädten in Nord und Süd der ehemals sozialistischen Republik lebten. Die Frauen lassen das Publikum an ihrem damaligen Lebensalltag teilhaben, an ihrem Kampf um Selbstbestimmung, der ersten Liebe, unkonventioneller Familienplanung sowie Konflikten mit der SED und dem Gesetz. Wie wirkt das lesbische Sein unter den Bedingungen des sozialistischen Regimes und seiner Gesellschaft bis heute nach? Dieser Frage stellte sich die 1983 geborene Regisseurin Barbara Wallbraun. Sie porträtierte Frauen, die sich selbst treu blieben, die sich damit jedoch gegen die staatlichen Dogmen richteten und deshalb Repressionen ausgesetzt waren. Uferfrauen vermittelt das omnipräsente Gefühl von der Einsamkeit als Außenseiterin, der gesellschaftlichen Tabuisierung von Homosexualität, dem Zwang nach Konformität und der Anpassung in einem repressiven Staat – ein Leben am (privaten) Rand der Gesellschaft, immer im persönlichen Zwiespalt, ins kalte Wasser zu springen oder am sicheren Ufer zu bleiben.




17.05.2020 International Day Against Homophobia, Biphobia, Interhpobia and Transphobia/ internationaler Tag gegen Homophobie, Biphobie, Interphobie und Transphobie

Anbei Grußworte von Frau Giffey -idahobit/

14.06.2019 von 19:00 bis 21:00 Uhr Lesung & Gespräch

„Heteros fragen, Homos antworten“

eine Lesung mit den Autor*innen Dr. Anja Kühne, Verantwortliche Redakteurin für Bildungspolitik und Wissen im Verlag „Der Tagesspiegel“ und Tillmann Warnecke, Redakteur für das Ressort Wissen im „Verlag der Tagesspiegel“.

Am 04.März 2017, erschien im Tagesspiegel-Wochenendmagazin „Mehr Berlin“ die fünfzigste und letzte Folge der Kolumne „Queer weiß das“, in der vier Autor*innen ein Jahr lang Fragen zu ihrem queeren Leben beantwortet hatten. Kurz darauf erschien die Zusammenfassung dieser Artikel in dem Buch namens „Heteros fragen, Homos antworten“.

Anspruch des Kolumnen-Buch war es, aufzuräumen mit Vorurteilen und eventuellen Homo-Märchen, wie z.B. Homos wünschen sich Heteros zu sein, Homo-Paare wollen Hetero-Rollen übernehmen, dass Schwule Frauen verachten, dass Lesben im Bett Männer vermissen oder dass alle Homos auf Fetische stehen.

An diesem Abend werden die Autor*innen Kolumnen aus dem Buch lesen und Fragen nachgehen, inwiefern das Thema „Homosexualität“ oder neuer gesagt LSBTI (lesbisch, schwul, bisexuell, trans*gender, intersexuell), noch ein Tabuthema darstellt. Was in den queeren Städten wie Berlin, Hamburg, Köln und co. als normal und vielfältig gilt, scheint in manchen Orten Deutschlands noch für Verunsicherung zu sorgen und gar eine homophobe Haltung zu schüren.

Seien sie herzlich dazu eingeladen, uns Queeren zuzuhören, etwas über LSBTI zu erfahren und mit uns ins Gespräch zu kommen.

Organisiert und veranstaltet wird der Abend durch die Stralsunder Anlaufstelle „QUEER! WIR HIER.“ in Zusammenarbeit mit der Gleichstellungsbeauftragen der Hansestadt Stralsund und der Kontakt- und Informationsstelle Stralsund (KISS)

Eine gelungene erste Veranstaltung von QUEER! WIR HIER.

14.06.2019 gegen 18:30 Uhr in der Theater Kantine der Hansestadt Stralsund

Die Regenbogenfähnchen sind auf allen Tischen der Theater Kantine in Stralsund platziert. Die gerade frisch ins Leben gerufene Anlaufstelle „Queer hier“ (Stralsund, 18.03.2019) lädt zum ersten Kulturabend ein. Das Team ist gespannt wer der Einladung folgen wird.

Stralsund hat aktuell 59.610 Einwohner*innen (Quelle: Einwohnermelderegister der Hansestadt Stralsund, Stand 31.12.2017). Wenn man davon ausgeht, dass davon 7,4 % (Quelle: https://www.jetzt.de/lgbt/dalia-studie-zu-lgbt-anteil-in-der-bevoelkerung) der LSBTI Community zuzuordnen sind, erreichen wir eine stattliche Zahl von 4411 Menschen mit LSBTI Zugehörigkeit in der Stadt Stralsund.

Das Team möchte mehr Sichtbarkeit von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Trans*gender und Intersexuellen -kurz LSBTI- Menschen in Stralsund erreichen; möchte aufmerksam machen auf die Belange dieser Menschen; will aufräumen mit Klischees und Vorurteilen und deutlich machen, dass Homosexualität keine Krankheit ist, sondern eine individuelle Lebensweise, die geschützt, geachtet und unterstützt werden muss.

Unsere Kulturabende sollen dabei helfen, Brücken zu bauen und Befangenheiten gegenüber Homosexuellen abzubauen. Denn wir LSBTI sind nicht ANDERS, sondern Teil der Gesellschaft. Vielleicht sind wir eure Mutter oder euer Vater, eure Tochter oder euer Enkelkind, eure Tante oder euer Opa, eure Lehrerin oder euer Ausbilder, eure Freundin oder euer Kumpel. Wir leben mit und mitten unter Euch und tragen zur Vielfältigkeit des Lebens bei.

Hoch erfreut konnten wir Zuhörer*innen aus Stralsund, Greifswald, Schwerin, aus dem Umland und Berlin begrüßen. Manche sind deutlich der LSBTI Community zuzuordnen, andere folgten dem Aufruf sich offen, nicht homophob, interessiert und tolerant mit der Thematik zu beschäftigen.

Zusammen erlebten alle einen kurzweiligen Abend mit zwei Autor*innen des Autor*innenteams des Buches „Heteros fragen, Homos antworten“. Dr. Anja Kühne und Tilmann Warnecke lasen Kolumnen aus ihrem Buch und luden das Publikum ein, mit ihnen ins Gespräch zu kommen und zu diskutieren. Das machten die beiden Autor*innen so charmant, dass Annährung und Austausch sofort stattfanden. Und so wurde deutlich über mangelnde Sichtbarkeit in Mecklenburg-Vorpommern, über zu wenig ‚LSBTI‘ Angebote, über Transfeindlichkeit und dem unzureichenden Transsexuellen Gesetz, über verstörende Aufklärung in Kitas und Schulen, dem hoffentlich baldigen Verbot von Konversionstherapien und der aktuellen politischen Auffassung einiger Parteien gesprochen.

Nach Ende der Lesung gab es erste Vernetzungen unter den Anwesenden. Träger, Vereine, Gruppen schmiedeten erste Pläne für gemeinsame Aktionen. Jedes Regenbogenfähnchen fand ein neues Zuhause. Ach ja, wie leicht kann Akzeptanz, Toleranz und Nächstenliebe sein.

Das „queer hier“ Team aus Stralsund dankt allen Anwesenden, dem Theater Vorpommern in Stralsund für die Gastfreundschaft und Bewirtung, den Autor*innen Dr. Anja Kühne und Tilmann Warnecke für die Lesung, der Stadt Stralsund für die öffentliche Transparenz, und Allen die für diesen tollen Abend gesorgt und an ihm mitgewirkt haben.

Die Anlaufstelle lädt wieder ein: an jedem dritten Montag eines Monats jeweils von 17:00 – 19:00 Uhr in die Mönchstr. 17 in Stralsund. Wir freuen uns auf Euch.

Sylke Engelhardt für QUEER! WIR HIER.