QUEERES ABC

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Heteronormativität
Das Konzept der Heteronormativität kritisiert die gesellschaftlich postulierte Zweigeschlechterordnung und die Macht bzw. Gewalt, die von ihr gegenüber anderen Geschlechtsidentitäten ausgeht. In dem Begriff enthalten ist auch eine Kritik an der Privilegierung von Heterosexualität als unhinterfragter Norm. In einer heteronormativen Gesellschaft wird von allen Menschen erwartet, dass sie heterosexuell und cisgeschlechtlich sind. Abweichungen davon, zum Beispiel lesbische, schwule, queere oder/und polyamouröse Beziehungen sowie nonbinäre, trans*oder inter* Identitäten, werden unsichtbar gemacht, abgelehnt und diskriminiert.

Heterosexismus
wird ein gesellschaftliches Machtsystem und/oder eine individuelle Haltung beschrieben, die jede nicht-heterosexuelle sexuelle Orientierung bzw. jedes nicht-heterosexuelles sexuelles Begehren oder Verhalten sowie jede nicht-cis-zweigeschlechtliche Geschlechtsidentität ablehnt, stigmatisiert und abwertet. Mann/Frau und die gegenseitige sexuelle, reproduktive und emotionale Ausrichtung aufeinander erscheinen als vermeintlich "von Natur aus" gegeben, was man als "naturalisiert" bezeichnet. Heterosexualität und geschlechtliche Binarität werden als Norm bzw. als "das Normale" verstanden, was nur durch die Abgrenzung zu allem "Anderen" funktioniert. Dieser Prozess oder Akt wird als "Othering" – das zum Anderen Machen – bezeichnet. Siehe: https://www.bpb.de/gesellschaft/gender/geschlechtliche-vielfalt-trans/245426/lsbtiq-lexikon?p=28

Heterosexualität
heterosexuell sind Menschen, die sich sexuell zu Menschen des/eines anderen Geschlechts hingezogen fühlen. Diese sexuelle Orientierung gilt als Norm in unserer Gesellschaft.

Holocaust-Gedenktag
ist der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus und bezieht sich auf die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau am 27.01.1945. An diesem Tag wird allen Opfern des Nationalsozialismus gedacht. Da unter den Opfern auch viele queere Menschen waren, ist dies auch für die LSBTIQ* Community ein wichtiger Tag.

Homofeindlichkeit
bezeichnet die Diskriminierung und Abwertung von schwulen* und lesbischen* Menschen. Dies äußert sich z.B. durch Unbehagen, Ablehnung, Vorurteilen und Intoleranz, die in psychische und körperliche Gewalt gegenüber Lesben* und Schwulen* oder Menschen, die als schwul oder lesbisch wahrgenommen werden, übergehen kann. Als internalisierte Homofeindlichkeit wird Feindlichkeit bezeichnet, die gegen die eigene sexuelle Orientierung und damit gegen sich selbst gerichtet ist. Dies passiert oft in einer homofeindlichen Umgebung und/oder vor dem eigenen inneren Coming Out.

Homonationalismus
Der Begriff wurde von Jasbir Puar geprägt. Er verweist auf die Vereinnahmung von LSBTIQ-Emanzipationsforderungen für nationalistische Ziele. Prominente Beispiele für Homonationalismus sind die Legitimation von restriktiven Einwanderungspolitiken oder Kriegen, die im Namen des Schutzes von "sexuellen Minderheiten" geführt werden. Beispiele für "wer (zur Nation, zur Zivilisation etc.) dazu gehört und wer nicht“ sind auch Formen des anti-muslimischen Rassismus und Ausgrenzung queerer Migrant*innen in LSBTIQ-Communities. Siehe: https://www.bpb.de/gesellschaft/gender/geschlechtliche-vielfalt-trans/245426/lsbtiq-lexikon?p=30

Homosexualität
bezeichnet die sexuelle Orientierung, bei der Menschen sich zu dem/einem eigenen oder einem ähnlichen Geschlecht hingezogen fühlen. Die meisten homosexuellen Männer* bezeichnen sich als schwul, die meisten homosexuellen Frauen* bezeichnen sich als lesbisch. Die Bezeichnung ‚homosexuell‘ lehnen manche Lesben und Schwule ab, da der Begriff in seiner Entstehungszeit vor allem medizinisch-pathologisierend gebraucht wurde.